eigentlich wollte ich dir am Freitag gleich schreiben, nachdem ich bei dir angerufen hatte. Aber dann ist mein Freund Jens gekommen und wir sindzusammen zu einem Handballspiel gefahren. Sein Bruder ist nämlich in der Handballmannschaft. Dabei haben wir natürlich auch über unser Projekt gesprochen. Aber du verstehst bestimmt kein Wort. Ich will mal versuchen, dir alles de 'Reihe nach zu erklären.

du weißt, dass mein Vater seit Januar in Thüringen ist, weil seine Firma ihn dorthin geschickt hat. Und dass wir - meine Mutter, mein Bruder und ich — noch in Frankfurt geblieben sind. Vati musste ja zuerst ein Haus für uns suchen, doch seit August sind wir wieder alle zusammen, und zwar in, Eisenach. Mein Bruder zieht aber bald aus, er will nämlich in Weimar Musik studieren.

Aber jetzt will ich dir zuerst mal von meiner neuen Schule erzählen. Nach den Sommerferien bin ich gleich hier aufs Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium gegangen. Ich bin in der 12b. Zuerst hatte ich ja ein bisschen Angst, denn in Frankfurt hatte ich viele Freunde und in Eisenach niemand. Und außerdem sind die Lehrplänei in Thüringen anders als in Frankfurt. Aber ich habe mich ganz schnell an meine neue Klasse gewöhnt und neue Freunde habe ich schon eine ganze Menge. Und überhaupt sind die Schuler an unserm Gymnasium unheimlich aktiv. Im letzten jähr hat die 12b hier ein aanz tolles Projekt gestartet, mit einer Partnerklasse aus Belgien. Und dieses jähr möchten wir ein Projekt mit einer Partnerklasse in Frankreich organisieren. Und da habe ich naturlich sofort an dich gedacht. t>och das erklär' ich dir nächstes Mal, ich habe nämlich meine Hausaufgaben für morgen noch nicht fertig.

Hast du eine E-Mail Adresse? bann schick' sie mir bitte! Das ist praktischer und schneller aJs die "Schneckenpost" ("snailmail"!!! auf Englisch. Und auf Französisch? "Courrier escargot"!!!??).

Mach's gut und grüß' deine Eltern und deine Schwester von mir

dein Markus P.S. Anbei ein Zeitungsausschnitt und ein paar Infos über meine Schule — aas dem Internet.